Mittwoch, 28. August 2013

Unter Geiern

Dienstag, 27.08.2013 (Radtag 3)
Meyrueis – Florac 103 (90) km, 1500 (1400) Höhenmeter
Hier gehts zum Link der gefahrenen Strecke 90km / 1400 HM

Der Pannenteufel war am  Werk.  Als wir die Räder nach dem Frühstück aus der Garage schoben, hatten sowohl Martin als auch Jörn platt.
Nach Schlauchwechsel kamen wir um Viertel vor Zehn los. Lockeres rollen war angesagt. Flussab durch die Gorge (Schlucht) der Jonte  fuhren wir. Nach ca. zwanzig Kilometern der nächste Plattfuß. Thorsten musste nicht nur den Schlauch sondern gleich auch den durchgescheuerten Reifen wechseln. Die Geier, die wir schon die ganze Zeit an den Felsen gesehen hatten, kreisten nun ganz nah der der Reparaturmannschaft.
Unter Geiern (beim reparieren des Reifens)
Weiter gings nach Le Rozier, wo wir in die Gorges du Tarn einbogen. Weiterhin spektakuläre Felsformationen begleiteten uns diesmal flussaufwärts. 

Schließlich bogen wir links ab, um die Felsen zu erklimmen. Durchaus steil ging es in Serpentinen bis hoch auf die Caussee (Hochebene), in die sich in Jahrmillionen die Flüsse eingegraben haben, um die fantastischen Schluchten zu bilden. 
Oben erwartete uns neben karger, fast schottisch oder irisch anmutender Landschaft, der Point Sublimie, ein Aussichtspunkt an der Felskante, runter in die Gorge.
Point Sublimie
Eine rauschende Abfahrt führte uns wieder ins Tal und den alten Ort La Malene, wo die Verpflegung wartete. Danach fuhren wir über steile Serpentinen die andere Seite wieder hinauf auf die Caussee Mejean. 



Dort trennten sich die Wege, die eine Hälfte der Gruppe fuhr 20km über die Hochebene, die andere direkt zurück ins Tal.

 Nach spektakulären Abfahrten endeten beide Wege schließlich in Florac, im Grand Hotel du Parc. 
Nach dem leckeren  und üppigen Abendessen erkundeten wir noch das Städtchen Florac, das einen leicht morbiden Charme ausstrahlt. Auf einem Platz war eine Bühne aufgebaut eine sehr französische und sehr lebendige Band spielte zweieinhalb Stunden zu unserem, und dem Vergnügen der ganzen Bevölkerung.

Dienstag, 27. August 2013

Spektakuläre Ausblicke vom Gipfel des Mt Aigoual

Montag, 26.08.2013 (Radtag 2)
Etappe von St Jean de Gard nach Meyrueis mit 106 km, 2500hm (92 km, ca 1900 hm)
Hier ist ein link zu unserer heutigen Strecke.

Jeder, der sich ein wenig für Radsport interessiert kennt Galibier, Tourmalet, Mt Ventoux, 
aber den
Mont Aigoual kennt fast niemand, da er von den Tour de France Veranstaltern nicht berücksichtigt wird. Dabei kann er sich mit einem Anstieg von 1200 hm durchaus mit jenen messen.


Dieser Brocken stand heute auf der Agenda, doch zuvor standen nach dem Frühstück und dem Start um halb zehn noch ein Pass für die kürzere Variante, bzw zwei Pässe auf dem Programm.

Zunächst rollten wir locker 10km das Tal der Gard hinauf, bevor der Abzweig zum ersten Anstieg zum 

Col de Asclier (902m) anstand.

Auf schmaler Straße den Hang entlang mit moderaten Steigungsprozenten kurbelten wir hinauf. 





Oben wartete eine schöne Aussicht Richtung Süden. Hier konnten wir das Mittelmeer nur erahnen. 




Nach vorsichtiger Abfahrt ging es sofort in den zweiten Berg, den Col du Pas (833m). Eine ähnlich zivile Steigung wie zuvor machte auch diesen Berg zum Vergnügen. Die Straße in der Abfahrt war etwas besser als bei der ersten, so dass wir schnell in Valleraugue zur Mittagsverpflegung  waren. 

Insgesamt sind uns in beiden Anstiegen und Abfahrten (d.h. über mehrere Stunden) nur sieben! Autos begegnet, darunter natürlich auch der obligatorischen Holländer mit Wohnwagen.

Nach der Pause wartete also der härteste Brocken des Tages. Den Einstieg in den Parc National des Cévennes bildete die Auffahrt  über 20 km mit 1200 hm bis zur Wetterstation auf dem Gipfel des Mt Aigoual. Glatter Asphalt und maximal 7% ließen uns aber auch dort hinauf vergleichsweise locker rollen. Wunderschön durch dichte Kastanienwälder und immer wieder Blicke zurück ins Tal des Herrault eröffneten sich. 

Oben hatten wir dann 1561m Höhe und damit das Dach der gesamten Tour erreicht. 




360° Panorama und diesmal tatsächlich Blick bis zum Meer entschädigten für die Strapazen. 






Nach einem Cafe au lait, stürzten wir uns in die fantastische Abfahrt. 

Spektakuläre Ausblicke zum Beispiel zur Gorges du Tarn  unserem morgigen Ziel und zeitweise sogar ein Steinadler begleiteten uns bis zum Ziel in Meyrueis.

Montag, 26. August 2013

Auftakt nach Maß ... alles bestens!

Sonntag, 25.08.13 (Radtag 1)
Hier ist ein link zu unserer heutigen Strecke.
Heute war der erste Tag auf dem Rad. Nach dem gemeinsamen Frühstück

wurde um ca. 10 Uhr an unserem Startort Orgnac l´Aven das Gepäck ins Auto gepackt, noch ein Gruppenfoto zum Start und los gings…














doch Halt, schon der erste Platten, nach 1m! (Ventilproblem) … doch Ralph hatte schnell den Schlauch gewechselt, und dann gings wirklich los. 


Lockeres einrollen bei leichter Bewölkung und gut 20° durch das Vorland der Cevennen stand auf dem Programm. 101 km und 1650 Höhenmeter sind es dann geworden, bzw 77 km für Edith und Erika, die nach 10km auf die kürzere Route gewechselt waren.



Anfangs rollten wir leicht wellig zwischen Weinbergen, Sonnenblumenfeldern und kleinen Orten verkehrsarm entlang, bevor der erste kleine Pass auf uns wartete, der aber mit 200 Höhenmetern sehr harmlos war. 
Anschließend kann schon ein härterer Brocken, namenlos aber steil auf schlechter Straße wurden wir schon mehr gefordert.

Nach der Pause, in der uns Christel bestens mit Baguette, Käse, Cola etc  versorgte,
gings noch über den 539m hohen Col de Uglas. Gemäßigte Steigung, gute, wenn auch etwas rau asphaltierte Straße, fast gänzlich verkehrsfrei, mit fantastischen Ausblicken, ließen diese Passage zu einem echten Traum werden.

Nur noch eine Abfahrt und ein paar Kilometer entlang des Flusses Gard trennten uns dann vom vom relaxen am Pool des Hotel Bellugues in Saint Jean du Gard.


Sonntag, 25. August 2013

Alle sind angekommen ... es kann los gehen!

Samstag, 24.08.13

Heute war Anreisetag. Individuell fuhren wir nach Orgnac d´aven nahe der Ardeche.  Trotz Gewitter und Stau kamen wir alle im Abstand von einer guten Stunde an. 

Großes Hallo, kennenlernen derer, die sich nicht nicht kannten, Zimmerverteilung, eine erste Runde durch den Pool und ein erster Drink im Biergarten.

Um acht versammelten wir uns zum Abendessen. Vier Gänge bester französischer Landküche und lokaler Rot- und Rosewein erwarteten uns. Ein sehr guter Auftakt. 

Die Wetteraussichten sind ebenso gut…was soll also schiefgehen. Na ja nur über die Startzeit für Morgen wurden wir uns nicht so richtig einig, irgendwann zwischen acht und halb elf werden wir wohl losfahren…

Aber ersteinmal ist ein Teil der Truppe damit beschäftigt bei "einem" Bier Emails & News zu checken und vor allem den Blog zu füttern ;-)

Montag, 19. August 2013

Warum Cevennen?

Schon im Jahr 2009 starteten Brigitte, Martin, Paul, Ralph und Thorsten eine Alpenüberquerung mit dem Rennrad (Vom Tegernsee zum Gardasee). Die Stimmung in der Gruppe  während der Tour war so gut, dass die fünf locker eine Fortsetzung vereinbarten. 

In der Folgezeit wurden verschiedene Ziele diskutiert: Pyrenäen, deutsche Mittelgebirge... Bis Thorsten, inspiriert durch einen Familienurlaub in der Ardêcheregion, Brigitte das französische Zentralmassiv als Ziel vorschlug. Brigitte kannte die Gegend durch frühere Reisen ebenfalls und zeigte sich sofort begeistert. 

Schnell reifte der Plan, und ebenso schnell waren neben den fünf, weitere Mitfahrer gefunden.
-> "Unser Cevennen Team